Analog fotografien lernen: Kameras, Filme und meine Tipps

Meine erste Erinnerung an Fotografie beginnt mit einem Satz. „Mutti, komm – ich knips dich mal!“ Mein Vater sagte das ständig.
In der Küche. Im Garten. Im Wohnzimmer. Meine Oma antwortete fast immer: „Ach Herbert, hör auf – ich han doch keene Kopp!“ Damit meinte sie, dass ihre Haare nicht frisiert waren.

Mein Vater fotografierte trotzdem. Er fotografierte eigentlich immer. Besuch wurde auf der Treppe vor der Haustür verabschiedet – und natürlich schnell noch fotografiert.

Er fotografierte:

  • Lenins Mausoleum auf dem Roten Platz

  • eine ostfriesische Fußballmannschaft im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt

  • meine Mutter auf Safari in Kenia

  • oder im Bikini am Strand in Kuba

Und egal ob wir zum Zug mussten, gestritten hatten oder schon genervt waren: Zum Abschied hieß es immer:

„Komm, ich knips euch noch mal schnell.“

Mit 13 bekam ich meine erste eigene Kamera.

Und seitdem habe ich nie aufgehört zu fotografieren.

Bis heute – und bis heute am liebsten analog.

Warum analog fotografieren so besonders ist

Wer heute analog fotografiert, macht etwas sehr Unmodernes.

Man hat:

  • nur 12 oder 36 Bilder

  • keine sofortige Kontrolle

  • kein Display

Und genau deshalb verändert sich etwas.

Man schaut genauer.

Man überlegt länger.

Und jedes Foto bekommt plötzlich mehr Bedeutung.

Analog fotografieren fühlt sich deshalb oft mehr nach Handwerk an als digitale Fotografie.

Mini-Kurs: Analog fotografieren lernen

Wenn du Lust hast, analoge Fotografie selbst auszuprobieren, habe ich etwas für dich vorbereitet.

Ich plane gerade einen kleinen Mini-Kurs zum analogen Fotografieren für Einsteiger.

Darin zeige ich dir:

  • welche Kamera sich für den Einstieg eignet

  • welche Filme wirklich gut funktionieren

  • wie du sofort bessere Bilder machst

  • wie du analog fotografieren lernst, ohne Technikfrust

Der Kurs ist bewusst einfach und praxisnah aufgebaut.

Keine komplizierte Technik.

Sondern der schnellste Weg, um mit deiner analogen Kamera kreative Fotos zu machen.

👉 Trag dich hier auf die Warteliste ein und erfahre als Erste, wann der Mini-Kurs startet.

 

Welche analogen Kameras ich benutze

Meine erste Kamera war eine kleine Pocketkamera:

Agfa Agfamatic 3000

Mit 18 kaufte ich mir meine erste „richtige“ Kamera:

Canon AE-1

Diese Kamera habe ich übrigens immer noch.

Von meinem Vater erbte ich später seine Nikomat (Nikkormat).

Und viele Jahre später erfüllte ich mir einen Traum:

Eine Hasselblad 500cm.

Fotografieren mit der Hasselblad

Viele meiner Kundinnen können sich unter einer Hasselblad zuerst nichts vorstellen.

Aber sie kennen oft Bilder, die mit dieser Kamera gemacht wurden.

Zum Beispiel:

  • die Fotos der Mondlandung

  • das berühmte Abbey Road Cover der Beatles

Die Hasselblad ist eine Mittelformatkamera.

Sie arbeitet mit Rollfilm und macht nur 12 Bilder pro Film.

Das verändert die Art zu fotografieren komplett.

Man schaut länger.
Man komponiert bewusster.

Ich benutze die Hasselblad sehr gerne für Familienportraits.

Analoge Kamera für Einsteiger

Wenn du mit analoger Fotografie starten möchtest, empfehle ich oft die:

Canon EOS 300

Warum?

  • günstig gebraucht zu bekommen

  • leicht und klein

  • Autofokus

  • sehr zuverlässig

Ich habe diese Kamera selbst oft im Alltag dabei.

Zum Beispiel:

  • auf dem Spielplatz

  • am Strand

  • bei Spaziergängen

Sie passt sogar in eine Handtasche.

Und genau deshalb ist sie eine perfekte Kamera, um analog fotografieren zu lernen.

Welche Filme ich für analoge Fotografie benutze

Filme sind in der analogen Fotografie so etwas wie Presets in der digitalen Welt. Sie bestimmen den Look deiner Bilder.

Auch heute noch gibt es eine Auswahl an analogen Filmen, die es am Anfang schwer machen kann, sich für einen Film zu entscheiden. Es gibt Filme von Kodak, Fuji, Lomography, Ektar, Portra 400, Farbfilme, schwarz-weiß Filme, Filme mit professioneller Qualität und die für den Alltag.

Genau wie bei den Objektiven kann man jede Menge Zeit damit verbringen, sich im Netz alles mögliche durchzulesen und zu recherchieren oder man probiert einfach mal etwas aus und schaut dann, ob der Film zum Stil passt.

Meine Lieblingsfilme sind:

Kodak Portra 400
Farbfilm – sehr schöne Hauttöne

Ilford HP5 Plus
Schwarzweißfilm – klassischer Look

Im Sommer benutze ich auch gerne:

Kodak Ektar 100

Dieser Film braucht viel Licht, hat aber sehr kräftige Farben.

Privat fotografiere ich mit allen analogen Filmen, die ich bekommen kann (auch mit abgelaufenen Filmen, die ich geerbt habe) und mit dem Kodak 200.

Wo ich meine analogen Filme entwickeln lasse

Natürlich könnte man Filme auch selbst entwickeln.

Das ist ein spannender Prozess – aber ehrlich gesagt fehlt mir dafür im Alltag die Zeit und der Platz für ein Fotolabor.

Ich schicke meine Filme deshalb an kleine Fotolabore.

Dort werden sie:

  • entwickelt

  • digitalisiert

  • und mir als Dateien zur Verfügung gestellt

Zusätzlich bekomme ich die Negative per Post zurück.

Analoge Fotos digital nutzen

Viele denken bei analoger Fotografie noch an Fototüten von früher.

Heute funktioniert das etwas anders.

Nach der Entwicklung bekomme ich meine Bilder digitalisiert.

Das bedeutet:

Ich kann sie bearbeiten, teilen oder drucken.

Meine Kundinnen erhalten ihre Bilder anschließend über eine Online-Galerie, aus der sie:

  • Fotos herunterladen

  • Abzüge bestellen

  • Alben gestalten können

Was du noch zum analogen Fotografieren brauchst

Objektive

Ich fotografiere am liebsten mit Festbrennweiten.

Meine meistgenutzten Objektive sind:

  • Hasselblad Planar 80mm

  • Canon EF 24mm 1.4

  • Canon 50mm 1.8

Belichtungsmesser

Bei älteren Kameras funktioniert der interne Belichtungsmesser manchmal nicht mehr zuverlässig.

Ein externer Belichtungsmesser hilft dir, das Licht richtig zu messen.

Ich benutze seit vielen Jahren einen Sekonic Belichtungsmesser.

Er ist robust und funktioniert immer noch perfekt.

Wenn Du Dich für die Fotografie interessierst, kommst Du, meiner Meinung nach, nicht an der analogen Fotografie vorbei. Du solltest es auf jeden Fall mal ausprobieren. Setz’ Dich doch auf die Warteliste von meinem Minikurs und ich teile alles mit Dir, was ich bisher gelernt habe.

Wenn Du Fragen hast, schreibe mir einfach eine Mail an hallo@madameknips.de.

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